Im Lesesaal
Für heute reicht es mal wieder. Ich fahre den Laptop runter und ziehe vorsichtig den Stecker aus der Dose. Um mich herum hört man nur das Geräusch tastaturentippender Finger. Langsam greife ich auf den Boden und ziehe meine schwarze Tasche hervor.
Mist, zuwenig Platz: Links lernt ein älterer Herr Persisch, rechts schreibt ein blondes Mädel über "Public Relations als Konfliktmanagement" und direkt vor mir liegen die Bücher, die ich überflüssigerweise mitgeschleppt habe. Also stelle ich die Tasche behutsam auf meinen Knien ab und greife mit beiden Händen nach dem Laptop, um ihn im dafür vorgesehenen Behälter zu verstauen. Ganz leise - ich will ja niemanden stören - hebe ich den Laptop über den Deckel.
In diesem Moment klappt die Tasche zu. Rumms! Ich halte den Laptop immer noch in beiden Händen und starre auf die Tasche wie Mister Bean bei der Darmspiegelung. Ich muss unglaublich bescheuert aussehen. Da dreht sich das blonde Mädchen zu mir rüber und hebt den Deckel hoch, und wie auf Kommando lasse ich den Laptop verschwinden. "Danke!", sage ich. Das Mädchen schenkt mir ein mitleidig-tolerantes Lächeln und wendet sich wieder ihrer Arbeit zu. Errötend verschließe ich die Tasche. Ob das sausende Reißverschlußgeräusch jemanden irritiert ist mir egal. Nur raus hier. Für heute reicht es mal wieder.
Mist, zuwenig Platz: Links lernt ein älterer Herr Persisch, rechts schreibt ein blondes Mädel über "Public Relations als Konfliktmanagement" und direkt vor mir liegen die Bücher, die ich überflüssigerweise mitgeschleppt habe. Also stelle ich die Tasche behutsam auf meinen Knien ab und greife mit beiden Händen nach dem Laptop, um ihn im dafür vorgesehenen Behälter zu verstauen. Ganz leise - ich will ja niemanden stören - hebe ich den Laptop über den Deckel.
In diesem Moment klappt die Tasche zu. Rumms! Ich halte den Laptop immer noch in beiden Händen und starre auf die Tasche wie Mister Bean bei der Darmspiegelung. Ich muss unglaublich bescheuert aussehen. Da dreht sich das blonde Mädchen zu mir rüber und hebt den Deckel hoch, und wie auf Kommando lasse ich den Laptop verschwinden. "Danke!", sage ich. Das Mädchen schenkt mir ein mitleidig-tolerantes Lächeln und wendet sich wieder ihrer Arbeit zu. Errötend verschließe ich die Tasche. Ob das sausende Reißverschlußgeräusch jemanden irritiert ist mir egal. Nur raus hier. Für heute reicht es mal wieder.
Stephan - 10. Okt, 20:33