Diese Verlierer haben dank der guten Qualität der chilenischen Institutionen (u.a. sehr niedrige Korruption) deutlich mehr Möglichkeiten zum Aufstieg als im übrigen Lateinamerika. Wenn ein paar Leute reich und viele arm sind ist das glaub ich immer noch besser als wenn ganz wenige reich und alle anderen arm sind wie in Kuba, Venezuela oder Bolivien.
Eine gute Schulbildung ist nur in einer privaten Schule möglich. Die öffentlichen Schulen, die außer einer Einschreibungsgebühr kostenlos sind, bieten nur eine geringe Qualität. Die Lehrer sind als schlecht bezahlteste Berufsgruppe unter den Universitätsberufen und mit zum Teil 50 Kindern in einer Klasse nicht in der Lage, einen qualitativ guten Unterricht zu halten.
Kinder auf dem Land haben es doppelt schwer. Sie müssen lange, beschwerliche Wege in die kleinen Landschulen zurücklegen. Da viele Kinder zu Hause auf dem Land als Arbeitskräfte gebraucht werden, und der Besuch der Oberschule in den Städten mit vielen Schwierigkeiten verbunden ist, gehen sehr wenige länger als acht Jahre in die Schule. Sie haben es dann später sehr schwer eine Arbeit zu finden, da auch in Chile heutzutage für die meisten Tätigkeiten eine vollständige Schulbildung nötig ist.